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Die Klein Oßniger und ihre Unternehmungen.

Szeppiang 2007

 

Szeppiang Klein Oßnig

 

" Wissen , was im Dorf so los ist"
40 Klein Oßniger trafen sich zum „Szeppiang“ / Abflusslose Sammelgruben oder Biokläranlagen, das bleibt weiter die Frage
Schon zum siebten Mal waren die Klein Oßniger (Großgemeinde Drebkau) zum „Szeppiang“ eingeladen. Diese Einwohnerversammlung zum Jahresauftakt, in deren wendischer Bezeichnung das Wort für „Trinken“ steckt, hat seine Wurzeln in der Zeit, da hier tatsächlich noch Sorbisch gesprochen wurde.

 

Man muss doch wissen , was im Dorf so los ist, deshalb sind wir hier“, erklären Christa und Walter Flögel. „Ich möchte erfahren, was hier zukünftig passiert“, sagt Ingrid Pohl. Neben ihr sitzt Dagmar Müller. "Wir sind neugierig, was wir 2006 geschafft haben und ich bin gespannt, was hier zu unserem Dorfjubiläum im Sommer besprochen wird." Drei Meinungen, die auch von den anderen 40 Oßnigern geteilt werden.

Ortsbürgermeister Dietmar Horke berichtet davon, wie die rund 5000 Euro, die dem Ort im vergangenen Jahr zustanden, verteilt wurden. Feste und Vereine wurden damit gefördert.. In Oßnig fanden 2006 traditionell das Zampern, das Osterfeuer und das Maibaumaufstellen statt. Es wurden Radtouren und Straßenfeste organisiert.

2007 steht ein großes Fest an. „Vor 550 Jahren wurde Klein Oßnig erstmals erwähnt. Das ist Anlass für eine große Jubiläumsfeier, die am 21. Juli sein wird. Ein Festkomitee bereitet alles vor“, erklärt der Ortsbürgermeister und wünscht sich, dass der Dorfclub von Oßnig ein eingetragener Verein wird. Außerdem berichtet Horke von den Begegnungen mit der polnischen Partnergemeinde, die auch dieses Jahr stattfinden sollen.

Margitta Jurk, Vize-Bürgermeisterin von Drebkau, berichtet vom Straßenbau in Drebkau und erklärt, dass der Bau der Ortsumgehung im Plan liegt. Auf Nachfrage bestätigt Margitta Jurk die Fertigstellung noch in diesem Jahr.

In der Diskussion wird ein Thema angesprochen, weswegen die meisten der Anwesenden hauptsächlich gekommen sind: Die Klein Oßniger wollen endlich Klarheit in punkto Abwasser. Ortsbürgermeister Dietmar Horke bestätigt, dass für Klein Oßnig abflusslose Sammelgruben die Zukunft sind. In dem Zusammenhang wird bemängelt, dass man sich den Entsorger nicht selbst wählen kann. Die Bürger sind mit dieser Lösung nicht zufrieden, sie setzen auf Biokläranlagen, die aber hier in der Trinkwasserschutzzone 3a nicht zulässig sind. „Wenn hier keine Biokläranlagen erlaubt sind, dann dürfen die Bauern hier ihre Gülle auch nicht aufs Feld fahren“, wirft ein Einwohner in die Diskussion. Gabriele Jaron fordert eine endgültige Aussage. Abschließend wird das Problem nicht geklärt, es soll eine weitere Versammlung mit LWG-Vertretern geben.

Der Ortsbürgermeister berichtet von bevorstehenden Pflanzungen an der Lärmschutzwand und Eberhard Königsberg spricht über die Jubiläumsvorbereitungen, die auf dem Gelände von Caravan Krokor stattfinden sollen. Werner Dürre berichtet über den Deutschen Meistertitel für die Billardkegler 2006 und über die Kleintierzüchter. Zum Schluss kauft sich Neubürger Diego Noack in die Dorfgemeinschaft ein. Er ist mit seiner Frau und einem Kind nach Klein Oßnig gekommen, das nächste Kind wird schon erwartet.
Service Klein Oßnig in Zahlen

176 Einwohner

3 Geburten

3 Sterbefälle

7 Zu- und 10 Wegzüge

12 Gewerbebetriebe 

 

 

Quelle LR 05.02.2007

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